Hochdachkombis sind die heimlichen Camping-Stars: kompakt genug für die Stadt, geräumig genug zum Schlafen. Unser großer Hochdachkombi-Vergleich 2026 stellt die acht relevantesten Modelle gegenüber — Maße, Preise, Schlafkomfort und welcher Mini-Camper wirklich zu dir passt.
Den „besten Hochdachkombi" gibt es nicht — nur den, der zu deinem Budget, Fahrprofil und Camping-Vorhaben passt.
Was ist überhaupt ein Hochdachkombi — und warum eignet er sich so gut zum Campen?
Ein Hochdachkombi ist im Grunde ein hochbauender Familien-Van auf Pkw-Basis. Außen kompakt — meistens unter 4,80 Meter, also handlich genug für jede normale Parklücke — innen aber überraschend geräumig. Klingt unspektakulär? Ist es im Alltag auch. Genau deshalb funktioniert die Klasse als Hochdachkombi zum Campen so gut.
Die Bauform ist kein Zufallsprodukt: Der Citroën Berlingo hat das Segment 1996 praktisch erfunden, der VW Caddy hat es populär gemacht. Heute hat der Hochdachkombi als Camper eine treue Fangemeinde — er schließt die Lücke zwischen Zelt und Wohnmobil und bleibt trotzdem ein vollwertiges Alltagsauto.

Drei Eigenschaften machen den Hochdachkombi zum Camping-Liebling: Du parkst ihn problemlos in der Innenstadt, du kommst mit einem Pkw-Führerschein zurecht, und du hast hinten genug Volumen für eine vollwertige Liegefläche. Aufrecht stehen kannst du drinnen nicht — das ist der Preis für die kompakte Größe. Dafür fährt er sich pkw-ähnlich und kostet im Unterhalt nur einen Bruchteil eines großen Campers. Für die meisten ein fairer Deal.
Und wer fährt sowas eigentlich? Ein erstaunlich gemischtes Publikum. Da sind Wochenendpendler in den Dreißigern, die übers Wochenende ans Meer wollen. Da sind Paare jenseits der fünfzig, die nach 30 Jahren Familien-Auto endlich eigenes Reisen entdecken. Und Solo-Reisende, die unkompliziert auf Tour gehen. Der Hochdachkombi als Camper ist erstaunlich altersfrei.
Was alle eint: die Idee, das Auto als kleines Reisebasislager zu nutzen, statt jedes Mal einen Wohnmobil-Schein zu lösen. Und genau dafür eignen sich die folgenden acht Modelle besonders gut.
Hochdachkombi-Vergleich 2026: 8 Modelle auf einen Blick
Bevor wir tiefer einsteigen, hier die wichtigsten Eckdaten. Die Preisspanne ist enorm: vom Dacia-Dokker-Gebrauchtschnäppchen ab rund 6.500 Euro bis zum vollelektrischen Caddy für knapp 50.000 Euro. Gebraucht-Preise sind als Orientierung bei rund 50.000 Kilometer Laufleistung gemeint — der genaue Preis hängt von Baujahr, Ausstattung und Zustand ab. Neu-Preise sind Hersteller-Listenpreise, Stand Mai 2026.
| Modell | Neu ab | Gebraucht ab (~50.000 km) | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| VW Caddy MaxiMehr erfahren → | 31.140 € · E-Version 49.900 € | 22.000 € | komfortabel, Assistenzsysteme, hoher Wiederverkaufswert, ordentlicher Stauraum |
| Renault Grand KangooMehr erfahren → | Diesel 28.200 € · E-Tech 40.250 € | 14.000 € | preisbewusst, sparsame Diesel, echte Elektro-Option |
| Citroën Berlingo XLMehr erfahren → | Benziner 25.670 € · ë-Berlingo 39.720 € | 14.000 € | Stauraum-King, viele clevere Ablagen, Comfort-Sitze |
| Peugeot RifterMehr erfahren → | Diesel 27.270 € | 16.500 € | Berlingo-Schwester mit Peugeot-Look, sehr ähnlicher Stauraum |
| Opel Combo Life XLMehr erfahren → | ab 28.140 € | 12.500 € | praktisch, robust, viel Stauraum wie Berlingo XL |
| Ford Tourneo Connect / Grand | Connect 31.900 € · Grand 34.850 € | 21.000 € | baugleich mit Caddy, Grand mit PHEV-Option, oft günstiger gebraucht |
| Fiat Doblò L2Mehr erfahren → | 25.000 € · E-Doblò L2 32.650 € | 13.000 € | Budget-Tipp, größter Stauraum im Test (bis 4.400 l), auch elektrisch |
| Dacia DokkerMehr erfahren → | (Auslaufmodell) | 6.500 € | günstigster Einstieg, robust, Werkstattnetz weltweit |
So weit die Tabelle — sie beantwortet aber noch nicht, welcher der beste Hochdachkombi zum Campen für dich ist. Denn „der beste Hochdachkombi" hängt komplett von deinem Budget, Fahrprofil und Reisestil ab. Schauen wir uns die Modelle einzeln an — mit Stärken, Schwächen und einem ehrlichen Blick darauf, wie sie sich tatsächlich zum Schlafen anfühlen.
VW Caddy: der Komfort-Klassiker unter den Hochdachkombis
Wenn ein einzelner Hochdachkombi inzwischen Synonym für die ganze Klasse ist, dann der Caddy. Die fünfte Generation fährt deutlich pkw-ähnlicher als ihre Vorgänger, hat moderne Assistenzsysteme an Bord und glänzt mit einem sauber verarbeiteten Innenraum. Für viele ist der Caddy schlicht der beste Hochdachkombi, wenn Komfort und ein Wiederverkaufswert-Polster im Vordergrund stehen.
Maße & Volumen: Der kurze Caddy ist rund 4,50 Meter lang, der Maxi rund 4,85 Meter. Im Maxi sind bei fünf Sitzen etwa 1.213 Liter Kofferraumvolumen drin, mit umgeklappten Sitzen wachsen die auf bis zu 3.105 Liter. Im Camping-Alltag heißt das: Der Maxi ist die deutlich angenehmere Wahl, weil du im kurzen Caddy bei 1,90 Meter Körpergröße schon diagonal liegen musst, um wirklich gestreckt zu schlafen.

Motoren: Aktuell 1.5 TSI mit 116 PS, 2.0 TDI mit 102 oder 122 PS, dazu mit dem 2026er-Facelift eine eHybrid-Variante. Der Diesel bleibt für Vielfahrer die wirtschaftlichste Wahl.
Schwäche: Der Caddy ist kein Schnäppchen — weder neu noch gebraucht. Du zahlst für das VW-Logo, die niedrigen Reparaturkosten und den hohen Wiederverkaufswert. Wer drei Jahre fährt und dann verkauft, kriegt diesen Aufpreis aber meistens wieder rein. Wem der Caddy zu teuer ist, findet weiter unten gleich mehrere günstigere Caddy-Alternativen im selben Vergleich.
Wer sich tiefer einlesen will: mehr zum VW Caddy als Camper — wir haben ihn in einem eigenen Artikel mit Maßen, Schlafpraxis und Ausbau-Optionen vorgestellt.
Berlingo, Rifter, Combo, Doblò: die Stellantis-Familie im Hochdachkombi-Vergleich
Vier Modelle, eine Plattform: Citroën Berlingo, Peugeot Rifter, Opel Combo Life und Fiat Doblò teilen sich seit Jahren die EMP2-Plattform des Stellantis-Konzerns. Unter dem Blech sind sie technisch fast identisch — gleiche Maße, gleiche Motoren, weitgehend gleiche Innenraum-Architektur. Was unterscheidet sich? Markenauftritt, Ausstattungspakete, Designsprache — und am Gebrauchtmarkt der Preis.

Was alle gemeinsam haben: Die XL-Version ist 4,75 Meter lang und bringt zwischen 1.050 und 4.000 Liter Stauraum mit. Der Berlingo-Innenraum gilt als besonders ablagenreich (bis hoch in den Dachhimmel) und wird oft mit den „Advanced Comfort"-Sitzen ausgeliefert, die auf langen Strecken angenehm zur Geltung kommen. Im Doblò L2 sind sogar bis zu 4.400 Liter drin — der größte Stauraum im gesamten Vergleichsfeld. Damit ist die Stellantis-Familie für viele der beste Hochdachkombi zum Campen, wenn es vor allem auf Platz ankommt.
Motoren: Quer durch die Familie 1.5 BlueHDi (Diesel mit 102 oder 130 PS), 1.2 PureTech (Benziner mit 110 PS), je nach Markt auch elektrische Varianten (ë-Berlingo, e-Rifter, Combo-e, e-Doblò) mit rund 100 kW und 280–340 Kilometer Reichweite. 2026 sind nach einer kurzen „nur elektrisch"-Phase die Verbrenner-Versionen wieder zurück — gerade beim Berlingo ab 25.670 Euro.
Welcher der vier passt? Wer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, schaut beim Doblò oder Combo. Wer auf die ausgereifteste Innenraum-Lösung setzt, beim Berlingo. Wer Peugeot-Design mag, beim Rifter. Funktional sind die Unterschiede kleiner als der Preisabstand bei Gebrauchten — manchmal lohnt der zweite Blick auf den Doblò, weil er bei gleicher Technik 2.000–3.000 Euro günstiger sein kann.
Die Stellantis-Geschwister im Camping-Detail haben wir uns in einem eigenen Artikel angeschaut.
Renault Kangoo: die preisbewusste Caddy-Alternative
Der Kangoo ist die preisbewusste Antwort auf den Caddy — und damit eine der beliebtesten Caddy-Alternativen überhaupt. Außen wirkt er fast unauffällig, innen überrascht er mit seinem Raumkonzept: vor allem die Grand-Variante mit 4,91 Meter Länge ist eine echte Reise-Maschine. Der Kangoo fährt nicht so straff-pkw-ähnlich wie der Caddy, dafür gibt es ihn als einen der wenigen Hochdachkombis mit einer Elektro-Option, die sich nicht nach Pflichtprogramm anfühlt.
Maße & Volumen: Kangoo kurz rund 4,48 Meter, Grand rund 4,91 Meter. Beim Grand E-Tech sind bei aufrechter Sitzposition rund 500 Liter Kofferraum drin, umgeklappt etwa 3.050 Liter. Camping-Praxis: Im Grand kannst du diagonal sehr entspannt schlafen — auch bei 1,90 Meter.

Motoren: 1.5 dCi Diesel als sparsame Langstrecken-Variante, 1.3 TCe als Benziner und der 122-PS-Elektromotor des E-Tech mit je nach Variante 44 bis 90 kWh Akku. Wer pendelt und gleichzeitig Wochenendreisen plant, sollte sich den E-Tech ernsthaft anschauen.
Schwäche: Der Kangoo wirkt innen einen Tick rustikaler als ein Caddy oder Tourneo Connect. Dafür sparst du beim Neukauf mehrere tausend Euro — und gebraucht ist er der Geheimtipp im Camping-Markt.
Wer den Kangoo genauer kennenlernen will: Renault Kangoo als Mini-Camper.
Ford Tourneo Connect: der Caddy-Zwilling mit Ford-Logo
Hier kommt das offene Geheimnis im Hochdachkombi-Vergleich: Der aktuelle Ford Tourneo Connect (ab 2022) ist baugleich mit dem VW Caddy. Beide rollen seit der Plattform-Kooperation zwischen VW und Ford vom selben Band — gefertigt im VW-Werk in Poznań, Polen. Gleiche MQB-Plattform, gleiche Motoren, fast identische Maße. Wer den Tourneo Connect kauft, fährt im Grunde einen Caddy mit Ford-Logo — im Gebrauchtmarkt aber oft mehrere tausend Euro günstiger, weil weniger Käufer das wissen.
Das hat einen Vorteil und einen Nachteil. Der Vorteil: solide Caddy-Technik unter Ford-Blech, oft günstiger gebraucht — die wohl unauffälligste Caddy-Alternative im ganzen Vergleich. Der Nachteil: Der Wiederverkaufswert ist niedriger als beim Caddy. Wer drei Jahre fährt und verkauft, verliert hier mehr.
Maße & Motoren: Connect-Standard 1.213 Liter Kofferraum (max. 2.556), Grand 1.720 Liter (max. 3.105). 1.5 EcoBoost-Benziner mit 115 PS, 2.0 EcoBlue Diesel mit 122 PS, dazu eine Plug-in-Hybrid-Variante mit 1.5 Liter und 150 PS — die Hybrid-Option ist der eine Punkt, in dem der Tourneo dem Caddy voraus ist (Caddys eHybrid kommt erst mit dem 2026er-Facelift).
Praktisch heißt das: Alles, was wir über den Caddy sagen, gilt auch für den Tourneo Connect ab 2022 — bis hin zu Schlafkomfort und Box-Kompatibilität. Der Caddy-Guide gilt für ihn 1:1.
Dacia Dokker: der günstigste Hochdachkombi zum Campen
Wir fahren selber seit Jahren einen Dokker und waren viele Male mit unserer Box darin unterwegs — wir reden hier also nicht aus dem Datenblatt, sondern aus der Praxis. Der Dokker wird nicht mehr neu gebaut (Produktion eingestellt), aber genau das macht ihn interessant: Du bekommst ein robustes, langstreckentaugliches Fahrzeug oft schon ab 6.500 Euro gebraucht. Wer den günstigsten Hochdachkombi zum Campen sucht, landet fast zwangsläufig hier.
Maße & Volumen: Außenlänge rund 4,36 Meter — kompakter als die meisten anderen hier. Kofferraum rund 800 Liter mit Sitzen, bis 3.000 Liter umgeklappt. Die Innenmaße erlauben mit der richtigen Box eine entspannte Schlafposition.

Motoren: 1.6er-Benziner und 1.5 dCi Diesel — beide bewährte Renault-Einheiten (technisch ist der Dokker eng mit dem Kangoo verwandt). Reparaturen und Ersatzteile sind bezahlbar, das Werkstattnetz weltweit groß. Wer auch mal Richtung Marokko oder Türkei aufbricht, hat hier einen unkomplizierten Begleiter.
Schwäche: Komfort. Der Dokker ist ein Nutzfahrzeug-Derivat, das hört man auf der Autobahn. Bei 130 km/h ist er kein Flüsterer. Dafür ist er fast unkaputtbar — und das ist beim Reisen oft mehr wert als die letzten paar Dezibel Geräuschdämmung.
Mehr Praxis-Eindrücke: Dacia Dokker als Camper.
Welcher Hochdachkombi passt zu dir? Drei Profile, drei Empfehlungen
Statt dir „den einen besten Hochdachkombi" zu nennen — den gibt es nicht — schauen wir auf drei typische Camping-Profile. Eines davon trifft mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dich zu. Sie helfen dir, aus dem Hochdachkombi-Vergleich die richtige Wahl zu treffen.
Profil 1: Stadt-Camping & Wochenendausflüge
Du wohnst in der Stadt, fährst im Alltag kurze Strecken, und am Wochenende soll es spontan ans Meer, in den Wald oder raus aufs Land. Standheizung, Riesentank und Wohnmobil-Komfort brauchst du nicht. Was du brauchst: ein Auto, das in normale Parklücken passt, wenig schluckt, und das du nach dem Trip in fünf Minuten wieder zum Alltagsauto machst. Ein typischer Samstag: morgens Wochenmarkt, mittags Box rein, nachmittags am See, sonntags zurück — ohne dass das Auto die Woche über ein Camper-Klotz in der Tiefgarage ist.
Empfehlung: Citroën Berlingo (Benziner oder ë-Berlingo) oder Renault Kangoo (E-Tech, wenn du eine Lademöglichkeit am Wohnort hast). Beide günstig im Unterhalt, klein genug für die Stadt, groß genug für Spontan-Touren. Der Berlingo punktet mit cleverem Stauraum, der Kangoo als günstige Caddy-Alternative mit der ehrlichsten Elektro-Option.
Profil 2: Family-Roadtrip & längere Reisen
Ihr seid zu zweit oder zu dritt, plant zwei- bis dreiwöchige Reisen, und es soll alles mit: Bett, Küche, Vorratsbox, Sportzeug, vielleicht der Hund. Sicherheitsausstattung ist euch wichtig, weil ihr lange Strecken fahrt. Komfort auch — niemand will nach 600 Kilometern Autobahn müder sein als vor der Abfahrt. Ein typischer Reisetag: 400 Kilometer fahren, abends Stellplatz, Box ausziehen, kochen, schlafen, morgens weiter — das muss ohne Rückenschmerzen und Tetris-Packen funktionieren.
Empfehlung: VW Caddy Maxi oder Ford Grand Tourneo Connect. Der Caddy bei höherem Budget (und wenn dir der Wiederverkaufswert wichtig ist), der Tourneo Grand bei knapperem Budget — technisch identisch, oft mehrere tausend Euro günstiger gebraucht. Wer elektrisch reisen will: Caddy E-Version oder Tourneo Grand PHEV.
Profil 3: Solo-Adventure & Bergfreund
Du bist alleine unterwegs, willst flexibel bleiben, und ein robustes Auto ist dir wichtiger als das letzte Komfort-Feature. Reparaturen sollen unkompliziert sein, der Wertverlust gering, und falls es Richtung Albanien, Marokko oder kroatische Inseln geht, soll keine Werkstatt-Suche zur Tagesaufgabe werden. Du brauchst keinen Hochglanz-Camper, sondern einen Hochdachkombi als Camper, der einfach läuft.
Empfehlung: Dacia Dokker (gebraucht) oder Fiat Doblò (gebraucht oder neu). Der Dokker, wenn du auf Robustheit und Werkstattnetz setzt — der günstigste Hochdachkombi zum Campen in diesem Vergleich. Der Doblò, wenn du den größten Stauraum für lange Solo-Touren willst und beim e-Doblò leise unterwegs sein magst.
Elektro-Hochdachkombis 2026: Was ändert das fürs Camping?
2026 sieht die Elektro-Landschaft im Hochdachkombi-Segment anders aus als noch vor zwei Jahren. Stellantis hatte Berlingo, Rifter, Combo und Doblò zwischenzeitlich für Privatkunden ausschließlich elektrisch angeboten — inzwischen sind die Verbrenner zurück. Du hast also wieder die volle Auswahl: ein ë-Berlingo neben einem Diesel-Berlingo, ein E-Doblò neben einem Diesel-Doblò. Trotzdem wird der Elektro-Hochdachkombi als Camper für viele zur ernsthaften Option.

Beim Camping ändert die Elektro-Variante drei Dinge spürbar.
Reichweite mit Beladung. Auf dem Datenblatt stehen 280 bis 340 Kilometer (je nach Modell und Akku). In der Praxis musst du zehn bis zwanzig Prozent abziehen, sobald die Box drin ist und du Camping-Gepäck dabei hast. Bei Autobahn-Tempo nochmal ein paar Prozent. Wer 600-Kilometer-Tagesetappen plant, sollte das einrechnen — ein Elektro-Hochdachkombi als Camper ist eher für ruhige Etappen gemacht als für die Vollgas-Transitstrecke.
Lade-Infrastruktur am Campingplatz. Viele moderne Campingplätze haben mittlerweile Ladesäulen oder bieten zumindest die Schuko-Notlade-Option. Vorab beim Platz nachfragen lohnt sich. Wer eher wild steht, sollte sich überlegen, ob der nächste Schnelllader in Reichweite liegt — und einplanen, dass eine Ladepause mit Box und Gepäck auch mal 45 Minuten dauern kann.
Standheizung. Klassische dieselbetriebene Standheizungen funktionieren beim Elektroauto nicht. Stattdessen gibt es 12-Volt-Heizungen, kleine Diesel-Luftheizungen mit eigenem Tank oder du nutzt einen guten Schlafsack — bei Hochsommer-Trips kein Thema, im Frühjahr und Herbst aber ein Punkt zum Mitdenken.
Unter dem Strich: Die Elektro-Hochdachkombis sind 2026 erwachsen geworden. Für Pendler, die übers Wochenende campen, sind sie eine echte Option. Für Drei-Wochen-Trips quer durch Skandinavien noch nicht die erste Wahl.
Fazit: Warum es nicht den einen besten Hochdachkombi gibt
Acht Modelle, eine Klasse, viele Antworten — und keine davon ist „der eine richtige Hochdachkombi". Das ist gut so, weil deine Ansprüche andere sind als die deines Nachbarn. Hier nochmal die Kurzempfehlungen aus dem Hochdachkombi-Vergleich:
- VW Caddy Maxi: für Komfortfans und Vielfahrer mit höherem Budget — der Allrounder mit dem stärksten Wiederverkaufswert.
- Renault Grand Kangoo: für preisbewusste Reisende, die eine echte Elektro-Option wollen — gebraucht der Geheimtipp und die beste günstige Caddy-Alternative.
- Citroën Berlingo XL: für alle, die Stauraum lieben und auf clevere Innenraum-Details Wert legen.
- Peugeot Rifter: für Berlingo-Fans, die das Peugeot-Design bevorzugen — sonst technisch identisch.
- Opel Combo Life XL: für Pragmatiker und Familien, die einen robusten Alleskönner ohne Schnickschnack suchen.
- Ford Tourneo Connect / Grand: Caddy-Technik unter Ford-Logo — gebraucht oft mehrere tausend Euro günstiger.
- Fiat Doblò L2: für Stauraum-Maximierer mit kleinem Budget — auch elektrisch leise unterwegs.
- Dacia Dokker: der günstigste Hochdachkombi zum Campen, für Gebraucht-Schnäppchen-Jäger, die Robustheit über Komfort stellen.
Was alle gemeinsam haben: Sie sind die richtige Basis, um aus einem Alltagsauto unkompliziert einen Mini-Camper zu machen. Genau dafür haben wir die Rauszeit Campingbox ab 1.999 € entwickelt — passt in alle acht Modelle, in fünf Minuten aufgebaut, in fünf Minuten wieder raus. Bei Fragen zu deinem konkreten Fahrzeug melde dich gerne — wir kennen die Hochdachkombi-Welt aus eigener Erfahrung.
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Häufige Fragen zum Hochdachkombi-Vergleich
Welcher Hochdachkombi ist der beste?
Den einen besten Hochdachkombi gibt es nicht — es gibt den, der zu deinem Budget, Fahrprofil und Camping-Vorhaben passt. Für Komfortliebhaber ist der VW Caddy Maxi der beste Hochdachkombi. Für Preisbewusste der Renault Kangoo oder Berlingo. Für Stauraum-Maximierer der Berlingo XL oder Doblò L2. Für Solo-Reisende mit kleinem Budget der Dacia Dokker gebraucht.
Welcher Hochdachkombi eignet sich am besten zum Campen?
Beim Hochdachkombi zum Campen zählt vor allem die Innenraumlänge mit umgeklappten Sitzen — du willst entspannt liegen können. Die langen Versionen (Caddy Maxi, Berlingo XL, Doblò L2, Grand Kangoo, Grand Tourneo) erlauben mit der richtigen Campingbox eine Liegefläche bis zu 200 × 120 Zentimeter. Ergänzend wichtig: eine ebene Ladefläche, einfacher Sitzumbau und genug Restvolumen für Gepäck. In Sachen Ladungssicherung gilt während der Fahrt immer § 22 StVO — Box und Gepäck müssen so gesichert sein, dass sie auch bei Vollbremsung nicht durch den Innenraum fliegen.
Welcher Hochdachkombi hat die größte Innenhöhe und das längste Bett?
Innenhöhe: Hier liegen die Stellantis-Modelle (Berlingo, Rifter, Combo, Doblò) und der Tourneo Grand vorne mit jeweils rund 1,30 Metern Ladehöhe. Stehen kannst du in keinem — das ist klar. Aber Sitzen und Bewegen funktioniert sauber. Längstes Bett: Mit der passenden Rauszeit-Box liegst du in allen Lang-Versionen ausgestreckt. Ohne Box hängt es von der Sitzkonfiguration ab — Caddy Maxi und Doblò L2 bieten am meisten Diagonalfläche.
Was kostet ein Hochdachkombi?
Neu: 25.000 bis 50.000 Euro, je nach Modell und Antrieb. Der günstigste Verbrenner-Einstieg ist aktuell der Berlingo ab 25.670 Euro, das teuerste reguläre Modell der Caddy als Elektro-Version mit knapp 50.000 Euro. Gebraucht (mit rund 50.000 Kilometern Laufleistung): zwischen 6.500 Euro für einen Dokker und 22.000 Euro für einen jungen Caddy. Sweet Spot für die meisten: 14.000 bis 18.000 Euro für einen drei- bis fünfjährigen Berlingo, Rifter oder Combo.
Welcher Hochdachkombi ist der zuverlässigste?
Beim ADAC-Pannen-Index der letzten Jahre schneiden VW Caddy, Berlingo, Rifter und Combo regelmäßig im oberen Mittelfeld ab. Der Dacia Dokker liegt überraschend gut — was an seiner robusten, technisch einfachen Bauweise liegt. Die aktuelle ADAC-Pannenstatistik lohnt einen Blick, bevor du dich für ein konkretes Baujahr entscheidest.
Gibt es Hochdachkombis mit Allrad?
Praktisch nein. Es gab in früheren Generationen einzelne Allrad-Varianten (z. B. der Caddy 4Motion bis 2020, der Berlingo Electric 4x4 als Sonderumbau), aber im aktuellen Modelljahrgang ist Allrad bei keinem Hochdachkombi mehr im Programm. Wer Allrad braucht, muss in die Klasse darüber wechseln — Richtung VW Multivan, Mercedes V-Klasse oder Hyundai Staria.
Welche Hochdachkombis gibt es als Elektro?
Aktuell: ë-Berlingo, e-Rifter, Opel Combo-e, e-Doblò, Renault Kangoo E-Tech und der Caddy als Elektro-Version. Der Tourneo Connect kommt mit einer Plug-in-Hybrid-Variante (PHEV), eine reine Elektro-Version ist beim aktuellen Tourneo nicht im Programm. Reichweiten je nach Modell: 280 bis 340 Kilometer WLTP.
Welche Campingbox passt in welchen Hochdachkombi?
Unsere Campingbox für Hochdachkombis ist auf die acht meistverkauften Modelle abgestimmt: Caddy, Berlingo, Rifter, Combo, Doblò, Kangoo, Dokker und Tourneo Connect. Für jedes Modell gibt es eine eigene Setup-Seite mit den genauen Maßen — siehe Abschnitt „Welche Campingbox passt rein?" weiter oben. Wer ein anderes Fahrzeug fährt, kann uns gerne kontaktieren — bei einigen Sondermodellen funktioniert die Box trotzdem, das prüfen wir lieber im Einzelfall.